Mahlzeiten lassen sich in meala auf unterschiedlichen Wegen erfassen: manuell, mit einem Bild, über ein Produkt mit Barcode oder per Spracheingabe. Doch welche Methoden werden tatsächlich genutzt? Für diese Auswertung haben wir Mahlzeiteneinträge aus einem Zeitraum von 90 Tagen anonymisiert untersucht. (Stand August 2026)
Manuelles Tracking bleibt die häufigste Methode
Bezogen auf alle erfassten Mahlzeiten ergibt sich folgende Verteilung:

Damit bleibt die manuelle Eingabe insgesamt die häufigste Form des Trackings. Gleichzeitig zeigt sich, dass Bild- und Barcodefunktionen einen großen Teil der Einträge ausmachen.
Viele probieren Bildtracking aus
Betrachten wir nicht die Zahl der Mahlzeiten, sondern die Nutzer, ergibt sich ein etwas anderes Bild:

Bildtracking erreicht damit besonders viele Menschen. Es scheint ein einfacher und attraktiver Einstieg in die Erfassung von Mahlzeiten zu sein.
Bei regelmäßig aktiven Nutzer verschiebt sich das Verhältnis jedoch. Unter Personen mit mindestens fünf erfassten Mahlzeiten war für 54 % die manuelle Eingabe die am häufigsten verwendete Methode. Bildtracking war für rund 23 % die Hauptmethode, Barcode für 15 % und Voice für 3 %. Das deutet auf ein interessantes Muster hin: Bilder werden häufig ausprobiert, während manuelles Tracking bei längerer Nutzung stärker zur Gewohnheit wird.
Das persönliche Ziel beeinflusst die Trackingmethode
Auch der gewählte Ziel hängt mit dem beobachteten Trackingverhalten zusammen.
Gewichtsreduktion
Bei Nutzer mit dem Ziel „Weight Loss“ wurden rund 52 % der Mahlzeiten manuell erfasst. Mit 28 % war der Barcode- beziehungsweise Produktanteil vergleichsweise hoch. Eine mögliche Erklärung: Wer sein Gewicht verändern möchte, achtet möglicherweise häufiger auf konkrete Produkt- und Portionsinformationen.
Gesunde Ernährung
Bei „Healthy Nutrition“ entfielen 57 % der Einträge auf manuelles Tracking. Weitere 29 % enthielten ein Bild, während Barcodeprodukte rund 13 % ausmachten.
Diabetes Management
In der Gruppe „Diabetes Management“ enthielten 59 % der erfassten Mahlzeiten ein Bild. Das war der höchste Bildanteil unter den größeren Zielgruppen.
Dieses Ergebnis sollte vorsichtig interpretiert werden, da einige sehr aktive Nutzer einen erheblichen Anteil der Mahlzeiten erzeugten. Dennoch zeigt es, dass visuelle Dokumentation für diese Zielgruppe eine wichtige Rolle spielen könnte.
Performance
Bei Nutzer mit dem Ziel „Performance Improvement“ war der Methodenmix besonders ausgeglichen:
- 42 % manuell
- 27 % mit Bild
- 25 % Barcode oder Produkt
- 7 % Voice
Voice erreichte in dieser Gruppe den höchsten Anteil aller untersuchten Zielen.
Unterschiede zwischen den Altersgruppen
Auch zwischen den Altersgruppen zeigen sich unterschiedliche Muster. Bei den 18- bis 24-Jährigen entfielen 52 % der Mahlzeiten auf manuelle Eingaben. Barcodeprodukte erreichten rund 28 % und Bilder 20 %.
In der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen war die Nutzung besonders ausgewogen:
- 34 % manuell
- 32 % Barcode oder Produkt
- 29 % mit Bild
- 6 % Voice
Bei den 65-Jährigen und Älteren enthielten rund 51 % der Mahlzeiten ein Bild. Barcodeprodukte spielten mit etwa 4 % dagegen nur eine geringe Rolle. Das zeigt: Ein niedrigschwelliger visueller Zugang kann auch für ältere Nutzer attraktiv sein. Gleichzeitig sollte berücksichtigt werden, dass die einzelnen Altersgruppen unterschiedlich groß waren und besonders aktive Personen die Anteile beeinflussen können.

Beobachtete Unterschiede nach Geschlecht
In den vorliegenden Daten wurden bei Nutzerinnen 53 % der Mahlzeiten manuell erfasst. Rund 25 % enthielten Barcodeprodukte und 21 % ein Bild. Bei Nutzern entfielen dagegen 45 % der Einträge auf Mahlzeiten mit Bild. Rund 33 % wurden manuell erfasst, 16 % enthielten Barcodeprodukte und 6 % wurden durch Voice unterstützt. Diese Unterschiede sind rein beschreibend. Die Gruppen waren unterschiedlich groß und die Ergebnisse wurden nicht um Alter, Usage Goal oder Aktivitätsniveau bereinigt. Daraus lässt sich daher nicht ableiten, dass das Geschlecht die Wahl der Trackingmethode verursacht.
Was wir daraus lernen
Die Ergebnisse sprechen nicht für eine einzige optimale Trackingmethode. Stattdessen erfüllen die verschiedenen Wege unterschiedliche Bedürfnisse:
- Bilder bieten einen schnellen und intuitiven Einstieg.
- Manuelles Tracking wird bei regelmäßiger Nutzung häufig zur Gewohnheit.
- Barcode- und Produkttracking ist besonders relevant, wenn konkrete Lebensmittelinformationen wichtig sind.
- Voice besitzt aktuell noch einen kleinen Anteil, zeigt aber Potenzial für eine besonders schnelle und barrierearme Erfassung.
Für ein gutes Tracking-Erlebnis ist deshalb nicht nur die Qualität einer einzelnen Methode entscheidend. Wichtig ist, dass Nutzer je nach Situation flexibel zwischen verschiedenen Eingabewegen wählen können.
Methodischer Hinweis
Die Trackingmethode wird derzeit nicht bei jeder Mahlzeit als eindeutiges Merkmal gespeichert. Die Zuordnung wurde daher technisch angenähert:
- „Bild“ bedeutet, dass ein Bild mit der Mahlzeit verbunden war. Das beweist nicht zwingend, dass eine KI-Bildanalyse verwendet wurde.
- „Barcode“ bedeutet, dass mindestens ein Gericht ein Produkt mit Barcode enthielt. Das Produkt könnte auch über eine manuelle Suche gefunden worden sein.
- Voice wurde über eine zeitlich nahe Sprachtranskription erkannt.
- „Manuell“ umfasst Mahlzeiten ohne erkennbare Bild-, Barcode- oder Voice-Spur.
Die Ergebnisse beschreiben beobachtete Nutzungsmuster. Sie zeigen keine kausalen Zusammenhänge.
Fazit
Bildtracking ist der reichweitenstärkste Einstieg, manuelles Tracking die häufigste Methode über alle Mahlzeiten hinweg. Barcode ist eine wichtige spezialisierte Alternative, während Voice bisher noch vergleichsweise selten genutzt wird.
Besonders interessant ist die Veränderung mit zunehmender Nutzung: Wer nur wenige Mahlzeiten erfasst, verwendet häufig Bilder. Wer regelmäßig trackt, greift dagegen häufiger auf manuelle Eingaben zurück. Die wichtigste Erkenntnis lautet deshalb: Menschen tracken unterschiedlich und eine gute Ernährungs-App sollte ihnen mehrere einfache Wege anbieten.

